Gebisslos Reiten: Meine Erfahrungen und was du wissen solltest

Gebisslos reiten – ein Thema, das immer mehr Reiter interessiert und fasziniert. In den letzten Jahren habe ich persönlich umfangreiche Erfahrungen mit dem gebisslosen Reiten gesammelt, und ich möchte in diesem Beitrag meine Erkenntnisse teilen, damit du besser verstehst, was dich auf diesem Weg erwartet.

Warum ich mich für gebissloses Reiten entschieden habe

Als Ausbilderin und leidenschaftliche Verfechterin eines pferdegerechten Umgangs war es für mich ein natürlicher Schritt, gebisslose Trensen in mein Repertoire aufzunehmen. Die Idee, mein Pferd nicht mit einem Metallgebiss im Maul zu belasten, sondern sanft über den Nasenrücken oder das Genick einzuwirken, klang für mich zunächst vielversprechend – und ich wurde nicht enttäuscht.

Die ersten Erfahrungen: Ein Lernprozess für Pferd und Reiter

Mein erstes gebissloses Reiterlebnis war spannend und lehrreich. Es war schnell klar, dass gebissloses Reiten nicht nur bedeutet, die Trense zu wechseln, sondern dass es eine ganz andere Art der Kommunikation erfordert. Mein Pferd musste sich erst an die veränderte Druckverteilung gewöhnen, und ich als Reiter musste meine Hilfengebung anpassen. Hier ein paar wichtige Erkenntnisse aus den ersten Wochen:

1. Geduld ist der Schlüssel: Der Umstieg auf gebissloses Reiten erfordert Zeit. Mein Pferd und ich mussten uns neu aufeinander einstellen und lernen, auf feine Signale zu reagieren.

2. Balance und Sitz: Ohne Gebiss ist ein ruhiger und ausbalancierter Sitz noch wichtiger. Mein Pferd reagierte sensibler auf mein Gleichgewicht und meine Gewichtsverlagerung.

3. Losgelassenheit fördern: Besonders beeindruckend war zu sehen, wie mein Pferd anfing, sich mehr zu entspannen. Ohne Gebiss konnte es freier kauen, lecken und schlucken, was zu einer insgesamt losgelasseneren Haltung führte.

Positive Veränderungen bei meinem Pferd

Nach einigen Wochen war der Unterschied deutlich spürbar: Mein Pferd lief lockerer und schien die Arbeit mehr zu genießen. Die Kiefermuskulatur war entspannter, und es zeigte mehr Bereitschaft, sich auf die Übungen einzulassen. Die Verbindung wurde harmonischer, und ich hatte das Gefühl, dass unser Vertrauensverhältnis gewachsen ist.

Herausforderungen und wie ich sie gemeistert habe

Natürlich gab es auch Herausforderungen. Gebissloses Reiten ist kein Allheilmittel, und es gibt Situationen, in denen eine gebisslose Trense nicht die beste Wahl ist. Zum Beispiel musste ich lernen, meine Hilfengebung zu verfeinern, da eine grobe Einwirkung über die Zügel beim gebisslosen Reiten keine Option ist. Hier ein paar Tipps, die mir geholfen haben:

1. Individuelle Anpassung der Trense: Jede gebisslose Trense wirkt anders. Ich habe verschiedene Modelle getestet, um herauszufinden, welches am besten zu meinem Pferd passt.

2. Sicherheit an erster Stelle: Gerade in den ersten Wochen habe ich immer in einem eingezäunten Bereich geübt, um sicherzustellen, dass ich in jeder Situation die Kontrolle behalten kann.

3. Rücksprache mit Experten: Der Austausch mit anderen Reitern und Experten im gebisslosen Reiten hat mir geholfen, Unsicherheiten zu überwinden und neue Trainingsansätze auszuprobieren.

Fazit: Gebissloses Reiten – eine Bereicherung für Pferd und Reiter

Gebissloses Reiten ist eine wundervolle Erfahrung, die mir gezeigt hat, wie fein und harmonisch die Kommunikation mit meinem Pferd sein kann. Es erfordert Geduld, eine gute Balance und die Bereitschaft, dazuzulernen. Aber die positiven Veränderungen im Wohlbefinden und der Losgelassenheit meines Pferdes haben mich überzeugt.

Wenn du darüber nachdenkst, gebissloses Reiten auszuprobieren, kann ich dir nur raten, es behutsam anzugehen und auf die Bedürfnisse deines Pferdes zu achten. In meinem Shop findest du eine große Auswahl an anatomischen, gebisslosen Trensen, die speziell für ein pferdefreundliches Reiterlebnis entwickelt wurden.

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